Wasserschäden durch einen geplatzten Panzerschlauch

Erstellt am: 16.07.2017 13:34 Uhr

Ein geplatzter Schlauch als Ursache für einen Wasserschaden kann ganz verehrende Folgen haben. Einzig und allein die regelmäßige Kontrolle der flexiblen Edelstahlschläuche kann diesem Vorgang Einhalt gebieten. Doch ist das nicht immer möglich, vor allem wenn die Panzerschläuche in einer Unterputzarmatur versteckt sind. Daher möchten wir Ihnen einige Tipps geben, wie Sie einen Wasserschaden durch einen geplatzten Schlauch vermeiden, welche Ursachen vorliegen und was Sie im Anschluss tun können und müssen.

Panzerschlauch geplatzt – hier können die Ursachen liegen

Der Wasserschaden durch einen geplatzten Schlauch hat meist vor allem eine Ursache. Es ist der Innenschlauch, welcher porös wird und dann Risse bekommt. In diesem Fall kann auch der Mantel aus Edelstahl das Wasser nicht mehr aufhalten. Ein undichter Schlauch entsteht zum einen durch den ganz natürlichen Alterungsprozess im Innenschlauch. Chemische Reinigungsmittel können den Schlauch aber auch von Innen angreifen. Ein geplatzter Schlauch wird häufig durch Druckschwankungen im Trinkwassernetz verursacht, wie sie meist zum Wochenende entstehen. Dann sind die Panzerschläuche der stärksten Belastung ausgesetzt.

Ein geplatzter Schlauch verursacht einen Wasserschaden und dann kann je nach Wohnsituation sehr teuer werden. Daher empfehlen wir bevor der Panzerschlauch geplatzt ist, immer wieder die Anschlüsse zu prüfen. Liegt vielleicht eine falsche Montage vor, ist der Flexschlauch als geknickt oder verdreht. Wurde vielleicht schon ein gerissener Schlauch eingebaut? Ist der Flexschlauch geplatzt, dann kann diese an unterschiedlichsten Stellen in der Wohnung oder dem Haus der Fall sein. Meist ist es aber das Waschbecken, die Küchenspülarmaturen und Unterputzspülkästen oder der Spülkasten vom WC. Bevor Sie eine Wohnung beziehen, sollten Sie daher als Mieter immer das Alter des Wasserschlauches anfragen und die Installationen prüfen.

Wasserschaden richtig trocknen und weitere Tipps

Wenn der Wasserschaden erst einmal entstanden ist, sind verschiedene Dinge zu beachten. Sollte es ein kleinerer Schaden sein, so können Sie sich selber um eine Trocknung kümmern. Sind Sie Mieter, so müssen Sie den Wasserschaden melden bei Ihrer Versicherung und natürlich Ihrem Vermieter. Wir werden im Folgenden verschiedene Arten der Trocknung erklären. Rechtliche Folgen sowie wichtige für Vorgaben der Versicherungen müssen ebenfalls abgeklärt werden.

So trocknen Sie einen Wasserschaden

Zuerst kommt es darauf an, welche Art des Wasserschadens vorliegt. Ist er durch ein Hochwasser entstanden oder handelt es sich um eine geplatzte Rohrleitung in der Wand? Denn beide Wasserschäden sind ganz unterschiedlich zu behandeln und unterschiedlich im Aufwand einzuschätzen.

Nehmen wir das Beispiel eines Hochwassers. Hier sollte eine Raumtrocknung vorgenommen werden. Ganz wichtig ist hierbei, dass keine Dämmung in diesem Raum vorhanden ist, ebenso wenig wie Hohlräume in welche das Wasser hätte sickern können. Geeignet für die Raumtrocknung sind der Kondenstrockner und der Absorptionstrockner. Der Kondenstrockner ist darauf spezialisiert der Raumluft die Feuchtigkeit zu entziehen. Die Luft wird über einen Ventilator eingesaugt. Durch die schockartige Abkühlung über ein Kühlteil, welches Kondensator heiß und dem Gerät seinen Namen gibt, wird der Wasserdampf zu Wassertropfen und kann dann aufgefangen werden. In Kombination mit einem Verdichter kann der Kondenstrockner sogar Hohlräume, Zwischendecken und Dämmstoffe trocknen. Für größere Räume reicht es einen Kondenstrockner mit Gebläse zu nutzen.

Ganz ähnlich wie der Kondenstrockner funktioniert auch der Absorptionstrockner. Bei der Absorption wird feuchte Luft durch einen Rotor mit Silicatgel, auch Sorptionsmittel genannt, geführt. Durch diesen Vorgang wird der Luft die Feuchtigkeit entzogen. Die nun trockene Luft wird wieder in den Raum geleitet und zur Trocknung verwendet. Auch den Absorptionstrockner gibt es mit Turbine / Verdichter und mit einem Gebläse. Bei einer feuchten Wand kann der Absorptionstrockner mit Luftkissen, zur Verkleinerung des Raumes, verwendet werden.

So melden Sie einen Wasserschaden richtig

Gemeldet wird der Wasserschaden bei der Hausrat- und oder der Gebäudeversicherung. Sind Sie nicht Verursacher des Schadens, dann ist dieser der Privathaftpflichtversicherung zu melden. Die Hausratversicherung ist für Hausrat und bewegliches Mobiliar zuständig. Bei dieser Versicherung muss der Schaden immer im Zusammenhang mit dem Trink- und Abwassersystem oder der Wärmepumpe stehen. Auch Warmwasserheizanlagen oder Sprinkleranlagen zählen dazu. Ebenfalls greift die Hausratversicherung, wenn der Panzerschlauch der Waschmaschine oder des Geschirrspülers den Wasserschaden verursacht hat. Nicht versichert ist hingegen das ausgelaufene Wasserbett oder das beschädigte Aquarium.

Die Gebäudeversicherung zahlt dem Eigentümer Schäden an Wohnungen und Gebäude. Hier können die Ursachen ganz ähnlich sein wie bei der Haftpflichtversicherung. Schwieriger wird es bei unbewohnten Gebäuden oder wenn Sie für länger Zeit in den Urlaub gefahren sind. In diesem Fall sollte eine regelmäßige Prüfung der Anlagen nachgewiesen werden können.